Treptower Park

Willkommen in einer der schönsten und größten Parkanlagen Berlins: dem Treptower Park. Direkt an der Spree gelegen, zwischen den Bezirken Friedrichshain und Kreuzberg, wo sich sonst Berliner auf Sport- und Liegewiesen tummeln, wird am 10. und 11. September 2016 das Lollapalooza Berlin mit nationalen und internationalen Topacts und einem vielfältigen Programm mit Kunst, Kultur und jeder Menge Spaß Jung und Alt das Berliner Festival-Erlebnis des Jahres bescheren.

– Kostenlose Führungen: Ehrenmal Treptow –

Ihr wollt mehr zur Geschichte, Gestaltung und Rolle des Sowjetischen Ehrenmals in der Erinnerungskultur erfahren?
Meldet euch kostenlos unter tours@lollapaloozade.com für Führungen an.

Am 10. und 11. September 2016,
jeweils um 13.00 Uhr, 15.00 Uhr und 17.00 Uhr,
maximal 25 Personen pro Führung.

Treffpunkt ist das Denkmal der Mutter Heimat.

In Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst.


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© berlineralex


„Mit der tollen neuen Location im Treptower Park haben wir einen Ort gefunden, der mit seinen einzigartigen Gegebenheiten und Energien sowie seinem Charme ganz wunderbar zu Lolla Berlin passt. Nicht nur werden wir ihn hegen und pflegen, sondern wie unseren eigenen Garten im Herzen der Stadt behandeln. Unser Plan ist, mit dem diesjährigen Lollapalooza etwas Nachhaltiges vor Ort zu schaffen”, so Festivalleiterin Fruzsina Szép.


Seit über 100 Jahren bietet das über 80 Hektar große Gelände im Bezirk Bezirk Treptow-Köpenick Berlinerinnen und Berlinern mehr als nur Abwechslung zum hektischen Alltag inmitten der Stadt. 1878 als einer der ersten Volksparks für alle Bewohner Berlins geöffnet, wird an diesem Ort außerdem die bewegte Geschichte Berlins mit dem monumentalen Sowjetischen Ehrenmal lebendig, dem heimlichen Wahrzeichen des Parks. Darüber hinaus gibt es mit der Insel der Jugend, dem alten Karpfenteich, am südlichen Ende des Parks, idylischen Rosengärten noch viel mehr im Park zu entdecken und erleben.

Die Lage der Location im Herzen Berlins, in direkter Nähe zur ehemaligen Grenze zwischen Ost- und Westberlin, könnte nicht besser sein: Für alle Nachtschwärmer laden auch nach dem Festival zahlreiche Bars und Clubs in der Umgebung des Treptower Parks zum weiterfeiern und Berlin entdecken.

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Zum Vegrößern klicken. – Änderungen vorbehalten.
Alle Informationen zu Anfahrt, Bändchentausch und Einlass gibt’s hier.


Sowjetisches Ehrenmal

Das Sowjetische Ehrenmal wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem zentralen Areal der ehemaligen Spiel- und Sportwiese auf Weisung der sowjetischen Militäradministration von 1946 bis 1949 errichtet. Insgesamt nimmt das Ehrenmal eine Fläche von rund 100.000 m² ein. Es wurde als Gedenkstätte und Soldatenfriedhof für die etwa 80.000 verstorbenen sowjetischen Soldaten errichtet, die bei der Schlacht um Berlin, in der Endphase des Zweiten Weltkriegs gefallen sind.

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© _jtothel_

Die Bauarbeiten des Ehrenmals auf der vormaligen Spiel- und Sportwiese begannen im Jahr 1947, zu einer Zeit, als die Stadt Berlin noch zu weiten Teilen in Trümmern lag. Die Elemente des „Großen Vaterländischen Krieges“ von 1941-1945 sind für die BetrachterInnen deutlich zu erkennen; der „Sieg über den Faschismus“, die „Verteidigung der Freiheit“ und die „Trauer um die Gefallenen“ dominieren Darstellung und Bildsprache. Die rund 40.000 Tonnen Granitstein für das Mahnmal stammen aus einem Lager bei Fürstenberg (Oder), heute Teil von Eisenhüttenstadt. Die Nationalsozialisten hatten den Stein seit den späten 1930er Jahren unter anderem in Norwegen und Schweden angekauft, er war für den Ausbau Berlins zur Reichshauptstadt Germania bestimmt. Die Sowjets führten den Stein damit einer seiner Bestimmung absolut konträren Verwendung zu. Zudem waren am Bau auch etwa 1200 deutsche ArbeiterInnen und Berliner Unternehmen beteiligt, die Arbeiten dauerten bis zum Mai 1949. Das Ehrenmal wurde am 8. Mai 1949 unter Anwesenheit sowjetischer Militärs und deutscher Politiker feierlich eingeweiht. Alljährlich findet am 8.Mai eine Gedenkfeier für die Opfer des zweiten Weltkriegs statt.

Am 2. September 1949 übertrug die sowjetische Militärkommandantur dem Bezirksamt Treptow die Verantwortung für die Pflege und Unterhaltung des Ehrenmals.In den Jahren 1968-74 wurde eine umfassende Restaurierung notwendig, die durch die Einbeziehung des Architekten Belopolski im Sinne der ursprünglichen Konzeption vorgenommen wurde. Der heutige Zustand entspricht demzufolge weitgehend dem Urzustand.

Insel der Jugend

Im Jahr 1897 wurde ganz in der Nähe der Gaststätte Zenner auf einer kleinen Schilfinsel im romantisierenden „Ruinenstil“ das Abtei-Restaurant gebaut. Bis es 1914 abbrannte, war es Anziehungspunkt für viele Besucher. Die Insel hieß Abtei-Insel, heute Insel der Jugend, wegen der dort befindlichen Jugendeinrichtungen. Zuvor hatte man sie schon als Treppbruchinsel, Rohrinsel und Neu-Spreeland gekannt. Diese Namen erinnern daran, dass die Insel über einen flachen Schilfbruch künstlich aufgeschüttet wurde. In den 1950er Jahren ließ der Ost-Berliner Magistrat auf der Insel ein Mädchenwohnheim errichten.

In den 1970er Jahren lag am rechten Ufer der Insel ein umgebauter Schleppkahn, auf dem regelmäßig Tanzveranstaltungen durchgeführt wurden. Auch in der heutigen Zeit finden regelmäßig Kulturveranstaltungen, darunter Konzerte, Partys, Theatervorführungen, Kinderfeste und Kinoabende statt. Seit dem 19. Jahrhundert findet zudem alljährlich die Veranstaltung Treptow in Flammen statt.

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© deintreptowkoepenick

Abteibrücke

Die Abteibrücke gilt als eine der ersten Stahlbetonbrücken Deutschlands und führt im Berliner Ortsteil Alt-Treptow als Fußgängerüberweg auf die Insel der Jugend. Sie wurde 1916 fertiggestellt und ersetzte eine Fähre, die Besucher auf die Spreeinsel brachte. Die Brücke steht unter Denkmalschutz. Das Bauwerk überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschadet. Das Brückenhaus auf der Insel diente zu DDR-Zeiten als Jugendklubhaus. Die Insel erhielt nun den Namen Insel der Jugend und wurde ein beliebter Ort für junge Paare. Einmal jährlich werden die Brücke und die Insel Ziel vieler Besucher, weil hier seit dem 19. Jahrhundert das Höhenfeuerwerk Treptow in Flammen und seit 1989 auch das Treptower Hafenfest stattfinden. Weitere Veranstaltungen, wie ein Sonnenwendfest oder gelegentliche Live-Konzerte, werden den Gästen ebenfalls angeboten.

Sternwarte

Die Archenhold-Sternwarte ist ein Bau aus dem Jahre 1909, der das 1896 zur Treptower Gewerbeausstellung präsentierte und mit 21 Metern längste Linsenfernrohr der Welt beherbergt. Der Astronom Friedrich Simon Archenhold erwarb sich bleibende Verdienste, indem er die Astronomie populär machte.

Karpfenteich

Der Karpfenteich ist ein künstlich angelegtes Gewässer im Berliner Ortsteil Alt-Treptow (Bezirk Treptow-Köpenick). Der Teich befindet sich im Treptower Park südlich des Sowjetischen Ehrenmals. Er wurde im Zuge der Parkgestaltung Ende des 19. Jahrhunderts vom Berliner Gartenarchitekten Gustav Meyer angelegt. Er schuf in der Nähe eine Spielwiese und nutzte hierfür den Aushub des Teichs. Dieser sollte durch den Heidekampgraben gespeist werden, so dass Meyer während der Bauarbeiten einen Damm in Richtung Graben errichten ließ. Ein entlassener Arbeiter zerstörte diesen jedoch, wodurch sich die Vertiefung mit Wasser füllte und die Arbeiten am Teich verzögert wurden. Die Pächter der umliegenden Gaststätten setzten Karpfen ein und gaben dem zuvor namenlosen Gewässer damit seine heutige Bezeichnung. 1907 stellte man eine Plastik aus Muschelkalk mit der Bezeichnung Meeresgrund von Otto Petri (1860–1942) an einer Bucht auf.

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© robyn_brackin

Rosengarten

Der Entwurf des Landschaftsarchitekten Otto Pniower entstand in den 1950er und 1960er Jahren. Zunächst dominierten Sommerblumen den Garten, später entstand der heute bekannte Rosengarten mit 25.000 Rosenpflanzen, Plastiken und einem Springbrunnen. Seit 1969 sprudelt im Bereich des Rosengartens ein Springbrunnen mit einer bis zu zehn Meter hohen Mittel-Fontäne. In der Nachbarschaft befindet sich die ebenfalls 1969 eröffnete Brunnengalerie Blumenschau – drei quadratische Becken mit je einer niedrigen Fontäne bilden mit dazwischen angelegten Blumenbeeten ein buntes und abwechslungsreiches Band.

Figurentheater Grashüpfer

Puppen- und Schattenspiele für Kinder und Erwachsene finden auf der kleinen Bühne und Märchen am Lagerfeuer statt.